21.02.2026

Gemeinsam Natur und Mobilität neu entdecken - Besuch aus den Niederlanden am GyDo

Am Gymnasium Dornstetten durften wir in der ersten Februarwoche besondere Gäste begrüßen: Im Rahmen des Erasmus+-Kurzzeitprojekts „Nachhaltige Zukunft gestalten: Natur und Mobilität neu erleben“ besuchten uns Schülerinnen und Schüler des St. Bonifatiuscollege Utrecht. Das Projekt wird von der Europäische Union kofinanziert und ermöglicht unseren Jugendlichen wertvolle internationale Begegnungen und neue Perspektiven auf aktuelle Zukunftsthemen.

Gemeinsam unterwegs
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Gemeinsam unterwegs

Nach einem ersten Kennenlernen per E-Mail war es Anfang Februar endlich so weit: 16 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler aus Utrecht verbrachten von Sonntag bis Freitag eine abwechslungsreiche Woche bei ihren deutschen Austauschpartnern.

Der Montag begann mit einem gemeinsamen Schulbesuch und einer Stadtführung durch Dornstetten, bei der unsere Gäste erste Eindrücke vom Alltag und vom Leben im Schwarzwald sammeln konnten. In den folgenden Tagen stand vor allem das bewusste Erleben von Natur und Mobilität auf dem Programm.

So erkundeten alle am Dienstag die Schwarzwaldtäler und besuchten die Triberger Wasserfälle. Auch wenn das Wetter eher trüb war, beeindruckte die Kraft des Wassers alle Teilnehmenden. Am Mittwoch ging es ins Nationalparkzentrum Ruhestein, wo man Spannendes über die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks erfahren konnte. Nicht nur die Gäste, auch viele deutsche Schülerinnen und Schüler staunten darüber, welche Naturwunder direkt vor der Haustür liegen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Mobilität – früher und heute. Im Schwarzwaldmuseum Triberg war mehr über den Bau der Schwarzwaldbahn zu erfahren und die enorme Ingenieursleistung, das Rheintal mit dem Bodensee zu verbinden. Am Donnerstag folgten gleich zwei Kontraste der Moderne: das Porsche-Museum Stuttgart mit Einblicken in die Entwicklung des Automobilbaus sowie die Ausstellung zum Bahnprojekt Stuttgart 21, die aktuelle Herausforderungen und Visionen nachhaltiger Verkehrskonzepte aufzeigte.

Neben dem inhaltlichen Programm stand vor allem das persönliche Miteinander im Mittelpunkt. Die Jugendlichen wuchsen schnell zusammen, auch wenn die Verständigung auf Englisch manchmal eine kleine Hürde darstellte. Eine Schülerin berichtete: „Meine Austauschschülerin war total nett und ich konnte mich sehr gut mit ihr unterhalten.“ Eine andere ergänzte: „Die Verständigung war manchmal etwas herausfordernd.“

Besonders schön war zu hören, wie offen und neugierig die Gäste waren: „Die Schüler wollten sehr viel untereinander sein und waren gefühlt nie müde“, erzählte eine Gastgeberin. Auch kleine Unterschiede im Alltag wurden bewusst wahrgenommen: „Es hat ein bis zwei Tage gedauert, bis man sich an seinen Austauschpartner gewöhnt hat … aber nach zwei Tagen hat es sich ganz normal und selbstverständlich angefühlt.“

Viele nahmen aus der Woche vor allem die Gemeinschaft mit:
„Die Woche ging super schnell zu Ende und wir vermissen sie jetzt schon“, berichtet eine Schülerin. „Ich kann den Austausch auf jeden Fall weiterempfehlen, vor allem wenn man offen ist und gerne neue Leute kennenlernt.“ Auch besondere Eindrücke blieben hängen – etwa vom Schwarzwaldmuseum: „Im Museum gab es sehr viele Musikinstrumente, wo man Geld hineinwerfen konnte, und überall kleine blaue Knöpfe, die etwas in Bewegung gesetzt haben.“

So war der Austausch für alle eine bereichernde Erfahrung – fachlich, sprachlich und menschlich. Oder wie es eine Teilnehmerin treffend zusammenfasste: „Der Austausch war eine sehr schöne Erfahrung, wir waren viel unterwegs und haben viel gesehen. Allerdings war es auch eine Herausforderung, die ganze Zeit Englisch zu reden und immer jemanden bei sich zu haben!“

Die Vorfreude auf das Wiedersehen ist bereits groß: Im Mai reisen unsere Schülerinnen und Schüler nach Utrecht, um dort Natur und Mobilität in einer ganz anderen Landschaft kennenzulernen. Geplant sind unter anderem Einblicke in historische Wasserwege und moderne Energienutzung sowie in ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept – Utrecht gilt als Fahrradhauptstadt Europas.

Genau solche Begegnungen machen Europa für unsere Schülerinnen und Schüler erlebbar – und zeigen, wie wichtig Offenheit, Neugier und gegenseitiges Verständnis für eine nachhaltige Zukunft sind.

 

                                                 

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.