15.07.2026

Erfolgreicher Abiturjahrgang am Gymnasium Dornstetten: zweimal die Traumnote 1,0 und 21 Abiturnoten mit einer Eins vor dem Komma

Am 10. Juli 2026 wurde in der Festhalle Pfalzgrafenweiler der diesjährige Abiturjahrgang des Gymnasiums Dornstetten feierlich verabschiedet. Passend zum Abiturmotto „Pirates of the CarABIan“ zogen die Absolventinnen und Absolventen zur ikonischen Melodie des Kinofilms „Fluch der Karibik“ in die feierlich geschmückte Halle ein.

Der Abiturjahrgang 2026 des Gymnasiums Dornstetten
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Der Abiturjahrgang 2026 des Gymnasiums Dornstetten

Zu Recht ließen sie sich von ihren Eltern, Familien, Freunden und Lehrkräften feiern: Alle 50 Schülerinnen und Schüler, die zum Abitur angetreten waren, haben bestanden – und das mit teilweise herausragenden Leistungen. Der Gesamtdurchschnitt von 2,14 unterstreicht das gute Ergebnis des Jahrgangs.

Nach der Begrüßung von Paula Gedai, die neben Jonas Baum, Sophie Kohler und Ina Schimanski charmant durchs Programm führte, ging Schulleiter Bernd Geiser in seiner Glückwunschrede zu Beginn auf den Untertitel des Abimottos ein: „Endlich hat der Fluch ein Ende“. Er könne gut nachvollziehen, dass Klausuren und Tests, der allgegenwärtige Leistungsdruck als Fluch empfunden wurden. Und doch ginge es nach dem Abi eigentlich erst richtig los: Die Freiheit, die man jetzt habe, müsse man selbst in die Hand nehmen. „Unser Land braucht junge Menschen, die sich für sich, aber vor allem auch für andere einsetzen“, wandte er sich an den Jahrgang. Für den weiteren Lebensweg außerhalb des behütenden Raumes Schule wünschte er Zuversicht, Freude und Mut. Der Grundstein einer vielfältigen und komplexen Bildung sei gelegt, darauf könnten die jungen Menschen aufbauen – und bei allen weiteren Karriereschritten vor allem auch die Herzensbildung nicht vergessen, einen wertschätzenden Umgang miteinander, unabhängig von Herkunft und Bildungsniveau. Am Ende seiner Rede drückte Geiser seinen Dank aus – dieser Jahrgang habe das Schulleben maßgeblich geprägt und auch seinen Alltag wertvoller gemacht.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Elena Beck, stellte in ihrer Rede das Abitur als Gemeinschaftserlebnis in den Vordergrund. Schließlich seien die Absolventinnen und Absolventen ihren Weg all die Jahre nicht alleine gegangen und geteilte Freude sei ja doppelte Freude. In Anlehnung an den Teamsport Fußball wünschte sie, dass die jungen Menschen auch in Zukunft nie allein auf dem Platz stehen mögen, dass sie neue Mannschaften finden, deren Mitglieder an sie glauben, mit ihnen jubeln und ihnen nach einer Niederlage wieder aufhelfen.

In der anschließenden Rede drückte Bürgermeister Bernhard Haas seine Glückwünsche aus. Das Abiturzeugnis sei ein Beleg für Talent, Ausdauer, Fleiß, Einsatz und Entschlossenheit. Über ein Jahrzehnt Schulzeit habe die Schülerinnen und Schüler geprägt, Freundschaften fürs Leben und persönliche Werte hätten sich entwickelt. Er ermunterte dazu, diese Zeit wertzuschätzen, auf die Erfahrungen der letzten Jahre aufzubauen und nun zuversichtlich „die nächsten Seiten im Buch des Lebens zu füllen“. Angesichts großer globaler Herausforderungen sei Bildung ein Privileg, das es zu nutzen gelte. Haas überreichte Titus Leube den Preis der Stadt Dornstetten für das beste Abitur.

Frank Fischer und Dr. Thomas Fischer von der Firma Nedo hatten das diesjährige Abitur als Vater beziehungsweise Onkel einer Absolventin hautnah miterlebt und gratulierten dem Abiturjahrgang 2026: „Ihr habt Großartiges geleistet!“ Als langjährige Unternehmer wüssten sie, wie wichtig Innovation und technischer Fortschritt seien – und vor allem, dass Leidenschaft und Neugier der Mitarbeitenden die Grundlage für Erfolg bildeten. Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler stellten Fragen, die zuvor noch niemand gestellt habe, und fänden Antworten, die Fortschritt erst möglich machten. Sie verwiesen auf die Bedeutung der MINT-Fächer an den Schulen und verliehen den Preis für besondere Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern an Titus Leube.

Spitzenleistungen wurden auch „im Vokabelheft“ erbracht – der von der Kreissparkasse Freudenstadt verliehene Preis für besondere Leistungen in den Fremdsprachen ging an Jonathan Vogt. Vorstand Bernd Philippsen zitierte in seiner Rede Nelson Mandela: „Bildung kann die Welt verändern“. Er bestärkte die Absolventinnen und Absolventen darin, in der Begegnung mit Menschen zu wachsen, auch Reibungen nicht aus dem Weg zu gehen und Kritik immer als Chance zu sehen, sich zu hinterfragen. Dieser Generation traue er zu, Antworten auf viele unserer heutigen Fragen zu finden. Interkulturelle Begegnungen sind dabei ein wichtiger Baustein und dieser Gedanke spiegelt sich auch im Preis wider: Er besteht aus einem Zuschuss zu einer Sprachreise.

Es folgte mit der Zeugnisübergabe der Höhepunkt des Abends. In kleinen Gruppen kamen die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler zu selbst gewählter Musik auf die Bühne und erhielten ihr Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife. Absolventinnen und Absolventen mit einem Notendurchschnitt von bis zu 1,5 wurden mit einem Preis ausgezeichnet, bis zu einem Durchschnitt von 1,9 mit einer Belobigung. Danach wurden Preise für herausragende Leistungen in einzelnen Fächern verliehen: Julian Kirschenmann erhielt den Scheffelpreis für besondere Leistungen im Fach Deutsch. Den Preis der Deutschen Mathematiker Vereinigung durften Sophie Kohler, Pauline Vogt und Titus Leube entgegennehmen. Alle drei konnten sich außerdem über den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft freuen. Titus Leube wurde auch mit dem Preis der Gesellschaft der Deutscher Chemiker ausgezeichnet. Der Paul-Schempp Preis der evangelischen Landeskirche ging an Lara-Luise Nestle. Für besondere Leistungen im Fach Latein wurde Sina Bischoff mit dem Abiturpreis der Stiftung Humanismus heute bedacht. Den Preis der Landeszentrale für politische Bildung für herausragende Leistungen im Fach Gemeinschaftskunde nahm Julian Kirschenmann entgegen. Katrin Fischer konnte sich über den Landessportpreis des Landes Baden-Württemberg freuen. Weitere schulinterne Preise für herausragende Leistungen in einzelnen Fächern wurden verliehen an Yewon Shin (Musik), Lara-Luise Nestle (Biologie), Martina Semplice (Spanisch), Sophie Kohler (Französisch und Kunst), Marie Abdiu (katholische Religion), Julia Fischer (Geografie) und Titus Leube (Geschichte). Luis Kling nahm den vom Förderverein gestifteten Spenderpreis Sport entgegen. Schließlich wurden fünf Absolventinnen und Absolventen für ihr jahrelanges herausragendes Engagement im Bereich der SMV geehrt: Elen Brissaud, Sophie Kohler, Titus Leube, Brian Sahiti und Ina Schimanski. Mit einem Augenzwinkern wurde der letzte Preis vergeben: Silas Heinzelmann erhielt eine Urkunde, die ihm bescheinigte, in den letzten beiden Jahren keine einzige Schulstunde gefehlt zu haben.

„Ein Hoch auf uns“ erklang auf der Bühne und Konfetti regnete auf den stolzen Abiturjahrgang 2026. Anschließend folgte die diesjährige Schülerrede, gehalten von Julian Kirschenmann. „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – ausgehend von den Worten des Calwer Dichters Hermann Hesse reflektierte Julian Kirschenmann, dass nun neben Freude, Stolz und Erleichterung auch eine leise Ungewissheit spürbar sei. Man habe sich in der Schulzeit der Komplexität der Welt angenähert und mit dem Abitur einen passgenauen Schlüssel für die Zukunft erhalten – wie die Architektur der Räume aber aussehe, das sei noch unklar. Er betonte, dass sich im Jahrgang ganz verschiedene Menschen miteinander auf den gleichen Weg gemacht hätten und dass das soziale Miteinander, Menschlichkeit, Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft sie alle weiterbringen würden. Abschließend dankte er allen Eltern, Familien und Freunden für Unterstützung und Rückhalt und den Lehrern für Verständnis und Inspiration. Er wünschte seinem Jahrgang Gelassenheit, innere Ruhe und den Glauben an den Zauber eines jeden Anfangs.

Mit der Schülerrede endete der formelle Teil; in der Pause überraschten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 die Abiturientinnen und Abiturienten mit Ballons, die symbolisch die Wünsche der Stufe für ihre Zukunft in den Himmel trugen.

Im zweiten, inoffizielleren Teil des Abends gab eine Bildershow Einblicke in die vergangenen zwei Jahre – von Unterricht und Probetagen über Studienfahrten nach Wien und Berlin bis hin zu Mottotagen und gemeinsamen Feiern. Danach wurden den Lehrern der fünfstündigen Kurse liebevoll ausgewählte Geschenke übergeben, um sich bei den „treuen Wegbegleitern“ zu bedanken. Verschiedene Köstlichkeiten, Gutscheine, selbst gehäkelte Blumensträuße oder eine Patenschaft für eine Meeresschildkröte – der Jahrgang hatte sich etwas einfallen lassen. Die langjährige Elternvertreterin Katharina Wilding bedankte sich im Namen aller Eltern beim Kollegium und überreichte Sonnenblumen als Zeichen des Dankes. Im anschließenden unterhaltsamen Lehrer-Schüler-Battle mussten die Kandidaten ihr Flaggenwissen (Robin und Jonathan – unschlagbar), ihre pantomimischen Künste (hier zeigten die Lehrkräfte Talent) und ihre Kenntnisse über Jugendsprache bzw. „Boomer-Deutsch“ unter Beweis stellen. Danach erhielten einzelne Lehrkräfte amüsante Zeugnisse, die ihnen Leidenschaft, Verständnis und Lässigkeit attestierten, aber auch lange Korrekturzeiten ankreideten… „We’re all in this together“ betonte noch einmal der einstudierte Tanz der Absolventinnen das besondere Gefühl der letzten zwei Schuljahre. Bevor „Schüler-Awards“ für die Last-Minute-Lerner, Dauer-Snacker, Lebensretter und Co. der Stufe verliehen wurden, präsentierte das Kollegium seine Überraschung für den Jahrgang: Im "Deepfake-Dilemma“ ging es darum, wer in einem KI-generierten Mischbild die Lehrkraft und berühmte Persönlichkeit am schnellsten erkannte. Die Englischlehrerin als Queen oder ein „Merkel“-würdiger Schulleiter sorgten für viele Lacher. Und mit ihrem Sieg bewiesen die jungen Erwachsenen nicht zuletzt ihre Allgemeinbildung …

Am Ende einer langen, aber abwechslungsreichen und würdigen Verabschiedung stand noch einmal der Dank der Abiturientinnen und Abiturienten an ihre Familien, Freunde und Lehrkräfte sowie die Einladung zu einem gemütlichen Ausklang in der Halle. Ein solch erfolgreicher Abschluss einer prägenden Schulzeit bot schließlich allen Grund zum Feiern.

 

Alle Absolventinnen und Absolventen des Abiturjahrgangs 2026 in alphabetischer Reihenfolge (P = Preis, B = Belobigung):

Marie Abdiu, Jonas Baum, Gianna Biancardi, Sina Bischoff (P), Elen Brissaud (B), Rebecca Buob-Lang, Jochen Diedrich (P), Pia Finkbeiner (B), Julia Fischer (P), Katrin Fischer (P), Konstantin Fronc, Paula Gedai, Laura Gerter, Silas Heinzelmann, Jan Held, Levin Höppner, Tino Joos (B), Dominic Kemper, Julian Kirschenmann (P), Luis Klink, Konrad Kneißler (B), Sophie Kohler (P), Liam Kohls, Luisa Kugler (B), Titus Leube (P), Sophie Lietz, Elisa Maier, Jonathan Maier, Robin Mayer, Lara-Luise Nestle (P), Lio Pardela, Jacqueline Penner (B), Julienne Penner (P), Naemi Rath (B), Brian Sahiti (B), Ina Schimanski, Marie Schneider (P), Jona Schwenk, Tamara Selenski, Martina Semplice, Yewon Shin (P), Casey Stein, Sophie Tzschupke, Jonathan Vogt (P), Pauline Vogt (P), Amelie Weil, Tobias Wilding, Laura Zeller, Luca Zeller, Mika Ziefle