Nachhaltigkeit und europäischer Geist – Erasmus+ am GyDo
Das Förderprogramm der Europäischen Union Erasmus+ finanziert internationale Lern-, Lehr- und Kooperationsprojekte, damit Menschen und Organisationen in Europa voneinander lernen und zusammenarbeiten können.
Der Schüleraustausch mit dem St. Bonifatius-College in Utrecht, der seit Jahren eine Institution am Gymnasium Dornstetten ist, erfüllt die Bedingungen, um im Sinne der Begegnung über Ländergrenzen hinweg als Erasmus+ Projekt gefördert zu werden. Dabei wurde die fremdsprachliche Bildung gestärkt und zugleich das europäische Denken gefördert. Nicht zuletzt setzten sich die Teilnehmenden der Klassenstufe 9 intensiv mit den großen Fragen unserer Zeit auseinander: digitale Transformation, ökologische Herausforderungen und Nachhaltigkeit als Möglichkeit, dem Klimawandel gemeinsam etwas entgegenzusetzen. Denn wer die Weichen für „Green Erasmus“ und digitales Lernen stellt, unterstützt die Chancen der kommenden Generationen.
Konkret heißt das, dass die Dornstetter Gäste in den Niederlanden im täglichen Gespräch und der gemeinsamen Arbeit an Projekten ihre Englischkenntnisse einsetzten. Englisch wurde bald ohne Hemmungen gesprochen und die Projekte stärkten auch die digitale Kompetenz: Ergebnisse der Gruppenarbeiten wurden mit Hilfe von Padlet festgehalten und organisiert; Möglichkeiten und Grenzen von KI-generierten Inhalten wurden ebenfalls beleuchtet. Die Schülerinnen und Schüler lernten außerdem das Mobilitätskonzept von Utrecht als Fahrradstadt kennen – durch einen Vortrag und ganz praktisch beim Radeln durch die Stadt, die versucht, Natur und Großstadt zu vereinbaren. Ein Stückchen ihrer Heimat, dem Schwarzwald, entdeckten sie in Amsterdam, das auf den Stämmen der Schwarzwaldtannen gebaut ist. Beeindruckend empfanden sie vor allem, dass diese Monokultur noch heute, hunderte Jahre später, zu Problemen und mangelnde Biodiversität führt. Verantwortung für die Natur, Nachhaltigkeit und kritisches Weiterdenken – die Schülerinnen und Schüler reflektierten, dass heutige Entscheidungen Auswirkungen in der fernen Zukunft haben werden. Sehr berührt und beeindruckt waren alle von der Gedenkstätte "Anne-Frank-Huis", wo klar wurde, warum die gemeinsamen europäischen Werte so wichtig sind bzw. was geschehen kann, wenn sie nicht beachtet werden.
Zusammenarbeit, Toleranz gegenüber anderen Kulturen, Rücksichtnahme, Akzeptanz und Empathie sind Werte, die ein Schüleraustausch grundsätzlich fördert. Und gerade hier werden die Ziele von Erasmus+ besonders sichtbar: Junge Menschen lernen andere Kulturen kennen, knüpfen internationale Freundschaften und erweitern ihren Horizont. Gleichzeitig fördert der Austausch das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln sowie den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. So wird der europäische Gedanke mit Leben gefüllt und grenzüberschreitendes Lernen aktiv gefördert.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.