Wenn Technik Brücken baut: Besuch aus Hongkong am Gymnasium
Internationale Gäste durfte das Gymnasium Dornstetten kürzlich begrüßen: Eine Delegation aus Hongkong besuchte unsere Schule, um sich über den Einsatz der fischertechnik-Baukästen im NWT-Unterricht zu informieren.
Seit vielen Jahren arbeitet unsere Schule erfolgreich mit verschiedenen Baukästen der Firma Fischer aus Waldachtal. Sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler schätzen die vielfältigen Möglichkeiten, die die Materialien im Unterricht bieten. Teilweise erprobt unsere Schule sogar neue Kästen für die Firma.
Da die fischertechnik-Baukästen auch an Schulen in Hongkong verwendet werden, entstand der Kontakt zu der Besuchergruppe. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften reisten Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen – von der Grundschule bis zur Sekundarstufe – an unsere Schule, um zu sehen, wie hier mit den Materialien gearbeitet wird. Begleitet wurde die Gruppe außerdem von zwei Vertretern der Firma Fischer.
Zu Beginn des Besuchs stellte Herr Tobias Hannich, der die Kooperation mit Fischer an unserer Schule betreut, die langjährige Zusammenarbeit vor. Herr Hannich berichtete, dass ihn fischertechnik bereits seit seiner Kindheit begleitet. Die ersten Baukästen erhielt er von seinem Patenonkel, einem Ingenieur bei Daimler. Heute werden dieselben Kästen sogar von seinen eigenen Kindern genutzt – ein schönes Beispiel für die Langlebigkeit der Produkte. Bereits lange vor seiner Zeit am Gymnasium Dornstetten wurden fischertechnik-Kästen im Unterricht eingesetzt. Herr Hannich selbst nutzte die Materialien viele Jahre lang im Naturphänomene-Unterricht der Klassen 5 und 6 und gegenwärtig im NWT-Unterricht der Klassen 8 und 9 und betonte dabei besonders, wie realitätsnah die Modelle technische Zusammenhänge vermitteln und Technik „be-greifbar“ – im besten Sinne des Wortes- machen.

Durch den Kontakt zu einem ehemaligen Schüler kam es außerdem zu gemeinsamen Produkttests mit der Firma Fischer. Inzwischen testete unsere Schule bereits zahlreiche Kästen wie „STEM Pneumatics“, „STEM Renewable Energies“ oder verschiedene Robotic-Sets und gab dazu Rückmeldungen aus dem Schulalltag sowie Verbesserungsvorschläge weiter. Auch internationale Besuche gab es bereits in der Vergangenheit: So konnte schon eine brasilianische Delegation den Einsatz von fischertechnik im Unterricht an unserer Schule kennenlernen.
Anschließend konnten die Gäste aus Hongkong selbst aktiv werden: Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit den Baukästen und präsentierten Herrn Hannich sowie den Vertretern der Firma Fischer souverän ihre Ergebnisse und Konstruktionen.

Groß war das Interesse der Lehrkräfte am deutschen Schulsystem. Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude stellten die Gäste zahlreiche Fragen zum Unterrichtsalltag und zum Lernen an deutschen Schulen. Neben vielen Unterschieden wurden aber auch Gemeinsamkeiten deutlich: Schülerinnen und Schüler sind offenbar überall auf der Welt ähnlich – Handys werden auch in Hongkong gerne einmal unerlaubt genutzt, und die Pausen gehören dort wie hier zu den beliebtesten „Fächern“. Interessant war vor allem der Austausch über den Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz im Unterricht. Während diese Themen in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnen, beginnen Kinder in Hongkong bereits sehr früh damit – teilweise schon im Kindergarten.
Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie bereichernd internationaler Austausch sein kann und wie Technik Menschen und Schulen über Ländergrenzen hinweg verbindet.