Nahwärme für Dornstetten: Eine wirtschaftlich und technisch geprüfte Idee

Im Rahmen eines Quartierskonzepts für die Kernstadt hat die Stadt Dornstetten 2018 zusammen mit der Beratungsfirma endura kommunal aus Freiburg geprüft, welche Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen im Ortsinneren sinnvoll sind.

Montag, 22. März 2021

Ein Ergebnis der Untersuchung betrifft die Wärmeversorgung: Der Betrieb eines Nahwärmenetzes in Dornstetten ist – trotz der Erdgasversorgung – ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich möglich. Um das Projekt in die Realität umzusetzen begann endura kommunal im März 2020 mit einem durch die KfW geförderten Sanierungsmanagement in der Kernstadt. Das zentrale Ziel des Projekts „Nahwärme für Dornstetten“ ist der Bau und die Inbetriebnahme eines Nahwärmenetzes in Dornstetten.

 

Ein Rückblick auf das 1. Jahr

Im ersten Jahr des Sanierungsmanagements wurde das Betrachtungsgebiet westlich des Kerngebiets erweitert. Um das aktuelle Anschlussinteresse zu prüfen wurden alle Gebäudeeigentümer im Betrachtungsgebiet angeschrieben und um Ihre Unterschriften gebeten.

Insgesamt bekundeten 140 Gebäudeeigentümer Ihr Interesse für einen Nahwärmeanschluss. Anhand dieser Daten wurde eine fortgeschrittene Trassenplanung für das Gebiet gemacht und ein erster Investitionsplan vorbereitet. Das Ergebnis: Ein wirtschaftlich rentabler Betrieb des Nahwärmenetzes im Betrachtungsgebiet scheint durchaus möglich zu sein.

Die Stadt Dornstetten hat sich parallel mit der Frage eines möglichen Betreibermodells auseinandergesetzt und Gespräche mit potentiellen Betreibern geführt. Aus den Gesprächen wurde klar, dass die Stadt Dornstetten selbst als Investor des Netzes auftreten wird.

Mit der Vorstellung der Zwischenergebnisse in der Gemeinderatssitzung vom 23. Februar 2021 hat sich die Stadt Dornstetten entschieden, das Sanierungsmanagement fortzuführen, um das Projekt „Nahwärme für Dornstetten“ weiterzuentwickeln.

 

Wie geht es weiter?

In dem zweiten Jahr geht es nun konkret um die Entwicklung des Netzkonzeptes. Es sind dabei folgende Schritte anvisiert:

  1. Das Investitions- und Betreibermodell wird konkret entwickelt.
  2. In Kooperation mit einem Ingenieurbüro wird bis zum Herbst 2021 die technische Planung für das Netz erfolgen. Wichtig dabei sind Aspekte wie Wärmeerzeuger, Standort der Heizzentrale und Definierung des ersten Bauabschnitts.
  3. Mit Informationen über die Erzeuger und den ersten Bauabschnitt soll das Wirtschaftlichkeitsmodell verfeinert werden, ebenfalls bis ca. Herbst 2021.
  4. Das Wirtschaftlichkeitsmodell ist die Grundlage für einen Wärmetarif für das Netz. Mit diesen Informationen kann den Gebäudeeigentümern ein konkretes Angebot für einen Netzanschluss gemacht werden. Dies wird dann bis Ende 2021 soweit sein.

Ziel ist es, am Ende des zweiten Jahres einen konkreten Wärmetarif anhand eines ersten Bauabschnitts festzulegen.

Im Download-Bereich steht Ihnen zu diesem Thema eine Präsentation von endura kommunal zur Verfügung.

 

 


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